terre des hommes
Arbeitsgruppe Münster

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Hier ein Überblick über unsere Aktionen 2003:

17. Juni bis 7. Juli 2003 - Ausstellung zu "Kinder in bewaffneten Konflikten"

Die Ausstellung "Kinder in bewaffneten Konflikten" behandelte ein besonders schlimmes Thema der menschlichen Gesellschaft und des Umgangs der Menschen mit ihren schwächsten Mitgliedern, den Kindern. Die dargestellten Projektbeispiele aus Kambodscha und Kolumbien aber machen Hoffnung. Besonders dort, wo junge Menschen selbst aktiv an einer besseren Zukunft arbeiten. Diese Inititativen werden von terre des hommes unterstützt.



22. Oktober 2003 - Diavortrag von Prof. J. Gardemann zum Thema "Kinder auf der Flucht"

von Silvia Lücke für "rund um"

Am Mittwoch, den 22. Oktober, drängten sich über fünfzig Leute auf dem Flur der KSHG, alle hatten sich auf den Weg gemacht, um den Diavortrag "Kinder auf der Flucht" von Herrn Prof. Dr. Joachim Gardemann zu verfolgen. Leider ist dieses Thema immer aktuell, aus diesem Grund haben die Kinderhilfswerke terre des hommes, UNICEF und der Kinderschutzbund zu diesem Abend eingeladen.
Einige Kinderhauser kennen den Kinderarzt Herrn Prof. Dr. med. Joachim Gardemann sicherlich noch aus der Zeit, in der er für acht Jahre als Sozialpädiater bei der Stadt Münster tätig war. Zu ihm ins Gesundheitsamt kamen auch Flüchtlingskinder aus Jugoslawien. Er musste sich mit Krankheiten auseinander setzen, die in Deutschland kaum noch vorkommen. Dies veranlasste Professor J. Gardemann, Kurse zur Humanitären Hilfe vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) zu besuchen. Daraus folgte, dass er seit 1994 als Kinderarzt einem der "emergency response teams" des Internationalen Roten Kreuzes angehört und Humanitäre Hilfe in Katastrophengebieten, wie Tansania und anderen Ländern leistet. Zusätzlich baut er seit ein paar Jahren ein Kompetenzzentrum für Humanitäre Hilfe an der Fachhochschule Münster auf.
Im ersten Teil seines sehr fesselnden Diavortrages berichtete Professor J. Gardemann über den Genozid an den Tutsi in Ruanda (1990). Viele der Menschen, die in dem grausamen Krieg Hilfe in Flüchtlingslagern fanden, waren schwer traumatisiert. "Sie sehen ganz viele Kinder, die nicht mehr lachen, große Teile dieser Kinder sind restlos zerstört!" so Professor J. Gardemann. Zur wichtigen medizinischen Versorgung gehört die Masernimpfung, "das schlimmste im Camp sind die Masern." bemerkt J. Gardemann. Mit einfachen Dingen können ansteckende Krankheiten vermieden werden, z.B. hat "Handicap International" einen Latrinendeckel erfunden. Viele Kinder kommen alleine im Flüchtlingslager an, weil sie ihre Familien auf der Flucht verloren haben oder diese im Krieg ermordet wurden. Das DRK leistet deshalb nicht nur medizinische Hilfe und versorgt die Menschen, sondern versucht, die Familien der Kinder wieder zu finden.
Von Tansania wechselte Professor Gardemann zu seinem zweiten Teil, das Kriegsgeschehen im Balkan. Dort begann 1999 der Krieg, wieder waren viele Menschen mit wenig Hab und Gut unterwegs, um Zuflucht zu suchen. Das Team um Prof. Gardemann baute seine Flüchtlingszelte in Mazedonien auf und versorgte die flüchtenden Menschen. Allerdings war die Situation der Menschen im Balkan eine andere als in Tansania: Die Flüchtlinge kamen aus der Stadt und waren im Gegensatz zu den afrikanischen Flüchtlingen ein einfaches Leben (Schlafen in eiskalten Zelten ohne Boden, Kochen auf offenem Feuer,...) nicht gewöhnt. Am Ende dieses mitreißenden Vortrags wurden viele Fragen gestellt und ich denke, viele der anwesenden Gäste haben so wie ich viele neue und anregende Informationen von diesem Abend mit nach Hause genommen.
 

21. September 2003 - Weltkindertag im Südpark (Informations- und Spielstand zum Thema Kinderarbeit)

20.Dezember 2003 - Informations- und Weihnachtsmarktstand in der Ludgeristraße

Weihnachten 2003 - Briefmarkensammelaktion

 Sie bekommen jedes Jahr viel Post zu Weihnachten? Wie schön!

Dann haben Sie sicher auch viele abgestempelte Briefmarken, die Sie für Kinder in Not spenden können. Schneiden Sie einfach die Briefmarken aus – und hinein damit in einen der Sammelbehälter von terre des hommes. Die Aktion geht bis zum 10. Januar. Dann sortieren wir die Marken und verkaufen sie weiter. Der Erlös fließt in unsere Hilfsprojekte in Westafrika.

 Vielen Dank!

Und das sind die Orte, an denen Sie die terre des hommes–Sammelbehälter finden: Galerie Augenweide (Warendorfer Straße 100) / Ellens Buchhandlung (Münzstraße 48) / Bäckerei Meyer-Potthoff (Frauenstraße 11) / Thiemann’s Basteln u. Spielen (Hammer Straße 6) / Cinema (Warendorfer Straße 45-47) / Café Couleur in der “Brücke“ (Wilmergasse 2) / la tienda (Frauenstraße 7) / SuperBioMarkt (Hammer Straße 126) / Bürgerhaus Kinderhaus (Idenbrockplatz 8) / Büro der KSHG (Frauenstraße 3-7)

Die tdh-AG Münster bedankt sich bei allen Sammlern und Spendern!

Dass so viele Marken bei der Sammelaktion “Briefmarken helfen Kindern“ zusammenkommen könnten, hätte die terre des hommes-Arbeitsgruppe nicht zu hoffen gewagt. Und sagt ein herzliches Dankeschön allen Münsteranerinnen und Münsteranern, die die abgestempelten Marken ihrer Weihnachtspost für Kinder in Not gespendet haben. Jetzt heißt es für die Briefmarken erneut “ab die Post“ - nach Hannover nämlich, wo die dortige tdh-Arbeitsgruppe als zentrale Markensammelstelle für terre des hommes den Verkauf übernehmen wird.

Der Erlös fließt ohne Umwege in Hilfsprojekte in Westafrika, zum Beispiel in das Projekt “Mangotrocknung“ in Burkina Faso, das 1999 in Zusammenarbeit mit dem Projektpartner Association TON in der Region Niangoloko im Südwesten Burkinas ins Leben gerufen wurde. 146 junge Mädchen und Frauen haben seither dort die Möglichkeit, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ihre Arbeit besteht darin, riesige Mengen Mangos zu sortieren, zu waschen und in Stücke zu schneiden, damit diese schließlich auf hölzerne Rahmen ausgelegt und in einem Gastrockner getrocknet werden können. Erfolgreich ist das Projekt vor allem dadurch, dass Association TON gleich zu Beginn einer jeden Mangoernte Lieferverträge abschließt, die den Absatz der Trockenfrüchte sichern. So wurden im vergangenen Jahr beispielsweise 25 Tonnen getrocknete Mangos an einen Importeur aus der Schweiz, vergleichbar mit der GEPA, verkauft.

Die Mädchen und jungen Frauen, die hier arbeiten, kommen aus den Dörfern und kleineren Orten der Region. Sie verdienen sich täglich in etwa die Summe, die sie bei einem Job als Hausmädchen erhalten würden - an der Elfenbeinküste oder anderswo, in jedem Fall aber weit weg von zu Hause. Doch dort ist ihr Schicksal mehr als ungewiss. Die Gefahr, ausgenutzt und ausgebeutet zu werden, ist groß und viele von ihnen kehren nicht mehr zu ihren Familien zurück. Das Projekt “Mangotrocknung“ ist für diese jungen Mädchen ein Stück Zukunft vor Ort. Es wurde im Jahr 2003 von terre des hommes mit insgesamt 11686 Euro gefördert.





 

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